Wie Einsamkeit das Ich im Auge dรคmmt.
Du ist nicht feil, und Du beginnt zu fehlen.
Geh durch die Menge, um Lรคcheln zu stehlen,
Verbrauche deine Kรผsse ungehemmt โ:
Ein Schrei wรคrmt dir den Leib! Zu sehr allein.
Es gibt nur dies, unser Blut-Hoch und Ja,
Unsere Kunst, das Labsal anima!
Das Herz bewegt sich in das Wort herein.
Von den Stummheiten sollen wir aufbrechen!
Nicht nur anjahren in der Existenz.
Von Antlitzfrauen aufreizend umschwiegen
Werden wir jetzt, einmal und wenigstens,
Die Herzensrรถte an den Lippen kriegen.
Unseren Dialekt des Menschen sprechen.
|Erstmals erschienen in: Die Aktion.
Wochenschrift fรผr Politik, Literatur, Kunst.
Jg. 4, 1914, Nr. 50/52, 24. Dezember, Sp. 939.
|Digitalisat: http://www.lyriktheorie.uni-wuppertal.de/lyriktheorie/scans/1914_boldt.pdf














