Pix – Streetart in Erfurt – Die Brücke, Frau Korte

Seit 2018 gibt es in der Stadt zwei offizielle Flächenangebote für Streetart. Die Sporthalle in der Halleschen Straße und am Ende der Magdeburger Alle. Die Trambrücke und eine daneben befindliche Wandfläche sind von allen Seiten mit Graffiti geschmückt. Hier direkt am Nordbahnhof mit dem Kulturclub „Frau Korte“ habe ich mal die Kamera in alle Richtungen gehalten.

Schaut auf der Homepage von Frau Korte vorbei. Hier findet ihr einen Chanson von Barbara aus dem Jahr 1964 zur Deutsch-Französischen Freundschaft – einer Tatsache, die wir heute so oft einfach als gegeben hinnehmen – oft ohne zu hinterfragen.

Der Text des Liedes, in Französisch und Deutscher Übersetzung hinterlegt, regt zum nachdenken an:

„… Wenn ihnen mal die Worte fehlen,
dann wird’s mit einem Lächeln gehen.
So können wir sie doch verstehen,
die blonden Kinder in Göttingen …

Übrigens – >hier< geht es zum digitalen Platten-Diggen im Woodstockstore.

Hyänen

Eugen pustet die Erfurter über den Anger. Hier fliegt ein Regenschirm, dort eine Maske. Und ganz hinten hitzige Worte.

Zwei Radfahrer wurden von der Polizei gestoppt. Um den Gleichstand bei den Fahrzeugen zu sichern, kümmern sich zwei Streifenwagen um die Angelegenheit. Die Beamten lassen sich von den lautstarken Protesten der Radler nicht aus der Ruhe bringen: „…muss man jetzt ehrlich mal sagen, dahier. So einen kleinen Radfahrer den könnt ihr anhalten, aber so Klimacamp räumt keiner weg. Jedes Mal wenn ich hier fahre, haltet ihr mich an. Jedes Mal!“ Jetzt werden die Personalien geprüft.

Etwas mehr gelernt hat ein kleines Mädchen an der Tramhaltestelle: „Papa hat mir gesagt die Hyänen, das sind die Tiere mit dem härtesten Biss im Land. Da machen alle Tiere einen großen Bogen herum. Nur ein Tier nicht: Der Gepard. Der ist nämlich der Schnellste. Der geht zu den Hyänen hin, guckt die an und wenn die kommen, düst er wie der Blitz davon!“

Wenn das die Radler mal früher gehört hätten.

Pix – Streetart in Erfurt – Die Halle

Schon seit Beginn der Coronapandemie führte mich mein Weg durch die Stadt regelmäßig an der Sporthalle in der Halleschen Straße vorbei und ständig hat die Halle ein neues Aussehen. Immer wieder verewigen Graffitiartists sich hier an den Wänden. Ein paar der neuesten Pieces habe ich mal aufgenommen. Klickt euch einfach durch.

Aber es gibt noch viel mehr Tags und Streetart in der Stadt. In unregelmäßigen Abständen möchte ich neue Tags und Pieces presenten.

Pix – Zughafen Erfurt – Remember love, remember me

Ein Spaziergang im Lockdown führte mich in den Erfurter Zughafen.
Was 2002 mit Clueso, Norman Sinn und Andie Welskop als Musikstudio begann, ist heute nicht nur lebendiger Bestandteil des Erfurter Nachtlebens. Wie überall ist auch hier alles zum Stillstand gezwungen. Dabei sollte gerade groß Geburtstag gefeiert werden.

Ich habe den Zughafen bei Kreativmärkten, Street-Food-Festivals, vor allem aber auf Parties und Konzerten im Kalif Storch kennen und lieben gelernt.
Wie viele Pfeffis, Wodka-Mangos und Taigas ich an der Bar getrunken habe, bekomme ich nicht mehr zusammen. Aber es waren viele Abende mit guter Musik, guter Stimmung und einfach guten Leuten. Hier auch ein kleiner Shoutout an die Jungs vom Retronom, die uns hier mit dem „Back in the Days“-Festival eine echt gute Zeit beschert haben – allen finanziellen Hürden zum Trotz.
Dazu das leckere Käffchen in der Sonne vom bezaubernden Team der Kleinen Rampe, das lecker Bier von den Jungs von Heimathafen oder einfach eine gute Zeit in der Eventlocation Halle 6. Der Zughafen bietet immer wieder neuen Ideen Raum. Ganz frisch hinzu gesellen wird sich nach dem Lockdown Erfurts erste Whisky-Destillerie Nicolai und Sohn. Auch hier – geplante Eröffnung war der April 2020 – kam Corona zur Unzeit. Umso gespannter bin ich auf das Ergebnis, wenn es endlich losgehen kann.

Wenn ihr das Team vom Kalif Storch unterstützen wollt, dann könnt ihr das hier tun:
| https://www.startnext.com/rettet-den-kalif-storch



Der Zughafen stellt sich vor:
| https://www.zughafen.de/

Das Kalif findet ihr hier:
| https://kalifstorch.com/

Zum Retronom geht es hier:
| https://www.retronom.net/

Auf zu Nicolai& Sohn:
| https://nicolaiundsohn.de/

Auf Bald,

liebes Steiger
mit deinen Trägern
zu schräg für eine Hose
aber mit Flut
sahen wir dich im Herbst
mit der roten Tartanbahn
und den weißen Sitzschalen am Marathontor

manchmal wurden Blicke länger
da sah man den Jubel
noch ehe er brandete
wie die Foxtrotts von Ilse Werner
über der Mitteldeutschen Kampfbahn

gepfiffen auch der Wind
durch die Welle
deiner Haupttribüne
wenn sich die Balljungen erschöpften
und an die Bande sanken
und viel von dir in den Wald

mitgenommen sind die Schals und Trikots
schick in den Wald gerückt deine neuen Kleider
hin und wieder im Saal
wenn vorne einer Zahlen kommentiert
werden Korken geworfen
auch das ist Jubel
wenn man so will

Auf Bald.

Frage für einen Freund #1 mit Jaroslav Rudiš | 20-02-2020 Kunsthaus Erfurt 19:30 Uhr

Unser (ehemaliger) Nachbar Mario Osterland startet in diesem Jahr ein neues liteararisches Veranstaltungsformat in Kooperation mit dem Kunsthaus Erfurt. Bei Frage für einen Freund steht nicht die Autor*innenlesung im Mittelpunkt, sondern das Werkstattgespräch an dem sich das Publikum gleichberechtig mit dem Moderator und dem jeweils eingeladenen Gast beteiligen kann. Weitere Infos gibt es hier.

über Frage für einen Freund #1 — In guter Nachbarschaft – Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

18.2. – Erfurt – watch us grow. IGN, Heft, Hant, Literaturfestival Erfurt+Mosaik zu Besuch bei Frau Korte

Thuringias Finest und Mosaik/Salzburg come to get you.

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

Watch us grow. Literatur + Musik + freie Szene.

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Samstag, 18. Februar 2017 

Frau Korte (Nordbahnhof, Magdeburger Allee 179, 99086 Erfurt)

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 3,- €

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Als gemeinsamer Auftakt für ein neues Jahr der Zusammenarbeit und Freundschaft treten WIR – In guter Nachbarschaft, Literaturfestival Erfurt, hEFt, HANT – Magazin für Fotografie – offen in Dialog miteinander und lassen, in gewohnter Manier, Literatur für uns sprechen, der Syntax ihr Spiel und dem Abend seinen Lauf.

Vier unabhängige Thüringer Initiativen für Literatur, Photographie, Kunst und Alltag treten geschlossen und vor allem entschieden auf und trotzen bei Frau Korte im Nordbahnhof dem Wetter. Was das heißt? Ganz einfach: Vier Schriftsteller*innen treffen aufeinander, geben & nehmen sich das Wort und machen dadurch vor allem deutlich, dass Literatur und Erfurt sich keineswegs ausschließen.

Mit dabei sind: Kinga Tóth, Franziska Wilhelm, Franziska Ostermann und Michael Donth liest Arno…

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»Magma & Mbp – Refugees welcome«

Respekt an die beiden Erfurter Jungs Magma & Mbp, die mit ihrem Track „Refugees Welcome“ ihre Sicht auf die lange schon schwelende Debatte zeigen. Zwar sind durch sinkende Flüchtlingszahlen und neue geopolitische Schlaglichter die Schlagzeilen und Bilder des Herbstes 2015 ein wenig in den Hintergrund gerückt, aber untergründig brodelt das Thema noch immer. Zunehmend präsentiert sich die Gesellschaft geteilt in zwei Blöcke, die sich derart unversöhnlich gegenüber stehen, dass auch die eigentlichen Opfer der ganzen Diskussion nicht mehr die nötige Beachtung erfahren. Umso dankbarer bin ich für diesen musikalischen Beitrag zum Thema, der klar dort Stellung bezieht, wo noch menschlich agiert wird. Der Text spricht über eine Lebenslage, die aus jedem Menschen einen Flüchtling machen kann. Nicht in Überlegungen, nicht in Disputen, nicht in populistischen Schlagwörtern, sondern einfach in Denkanregungen.

Der Murakami-Vorleser – Ryo Takeda im Interview, Reblog von Muromez

Ich durfte Ryo im Dezember auf dem Zugmarkt in Erfurt kennenlernen. Ein überaus entspannter Typ, der seine Kunst kennt und liebt. Zwischen Rap und Literatur – irgendwo immer am Wort, am Text. Es ist spannend zu hören, wie sich die Stimme zum Einsatz in verschiedenen Sprechformen – und Situationen ändert. Aber es bleibt immer Ryo – alles wirkt entspannter ohne an Nachdruck zu verlieren. Ein entspannter Typ, der seine Sprache zu nutzen weiß. Danke an Muromez für dieses Interview.

Muromez

Sänger und Sprecher, Ryo Takeda, ist mit Kurzgeschichten von Haruki Murakami quer durch die Republik gezogen und hat diese vorgetragen. Wie das so war und was diese bei ihm auslösen, davon erzählt der Halb-Japaner in diesem Interview. Außerdem geht es unter anderem um weitere Arbeiten als Sprecher, um Stimmbildung und bevorzugte Literatur.

Ryo Takeda 1

Als wir zum letzten Mal im Jahr 2007 in Kontakt standen, hast du noch gemeinsam mit dem Produzenten Algorhythmiker als Rap-Duo Ryoma Musik gemacht. Danach bist du sogar für Thüringen beim Bundesvision Song Contest angetreten. Aber interessanter für mich ist, dass du deine überaus angenehme Stimme auch als Sprecher für Lesungen einsetzt. Wie ist es dazu gekommen?

Seit über 15 Jahren beschäftige ich mich jetzt mit meiner Stimme. Angefangen durch Rap, später auch Gesang. 2006 habe ich ein paar Semester Sprechkunst an der Musikhochschule in Stuttgart studiert. Im Hauptfach rezitiert man dort Lyrik und Prosa. In…

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Lösungen

Auf dem Erfurter Anger sind die Maus und ihr treuer Begleiter, der kleine blaue Elefant, ein besonderer Anziehungspunkt. Bei Besuchern der Stadt sind die beiden als Fotomotiv oder markanter Treffpunkt geleichermaßen beliebt; und doch sind sie für manchen ein Hindernis:

Der Sommernachmittag drückt schwer auf die Stadt. Am Anger wird gewartet, gestanden, geschwitzt und gefahren. Für einen Bobby-Car-Piloten findet die Tour eine unterwünschte Unterbrechung. Unsanft trifft er auf den Elefanten. Nach einer auffallend kurzen Schockphase setzt er zurück und nimmt erneut Anlauf. Wieder ist das Hindernis stärker. Der Fahrer verlässt sein Fahrzeug und besieht sich das Objekt von allen Seiten. Einmal durchgeatmet und er stemmt sich mit seinem gesamten Gewicht gegen den Elefanten. Noch immer ist dieser nicht zu einer Bewegung bereit. Den ungleichen Kampf beobachtet eine Altersgenossin unseres wackeren Recken. Interessiert nähert sie sich dem Ort des Geschehens. Unser Pilot steht nun im Begriff das Hindernis zu erklimmen. Einmal oben angekommen, versucht er sein Vehikel zu erreichen. Was ihm fehlt, ist die richtige Länge der Arme. Langsam erscheint das unverrückbare Rüsseltier die Geduld des Recken nachhaltig zu belasten. Er trommelt genervt mit blanken Fäusten ab den Rücken des Mausbegleiters ein. Die Zuschauerin bemächtigt sich des Fahrzeuges. Einmal kurz aufgestiegen umfährt die das Hindernis rechts und stellt das Bobby Car dahinter wieder ab. Unser Pilot verlässt das Hindernis, besteigt sein Bobby Car und umrundet das vorher problembehaftete Objekt. Seine Retterin ist wieder zurück bei ihrer Mama.