Regen im Bier

Ist etwas Trauriges, sagt er
Tritt unter den Schirm
Und zählt den Sommer an

Wenn es soweit ist,
Das weiß er, wird er den Bembel heben
Der Sonne zur Ehre
Dem Wirt zur Bestellung

ringsum.

Das waren
Die Löcher im Holz
Bei Sommerwind Insekten folgen
Ich denke, du kennst ihn noch
Der Baumstamm alt und zerfressen
Wurde hierhergebracht
Zum Klettern, zum Stürzen
Und wenn einer von uns fiel
Flog der andere hinterher
Immer als anderer Held
Standen wir denen gegenüber

Lass uns noch einmal klettern
Und lachen bis uns die Luft ausgeht
Vielleicht dreht sich der Boden wieder
Und dann eins zwei zehn
Wenn einer von uns fällt
Fliegt der andere hinterher
Stehen wir denen gegenüber
Die wissen nichts
Gar nichts

Fremde Kulturen.

Fremde Kulturen

Der Sommer schlägt wieder zu und den Passanten der Wind um die Münder. Die Schlange vor der Post am Anger durchtrennt viele Laufbahnen. Zwei Junge Männer in angepasster Bekleidung: „Alter, am Wochenende heißt es wieder Flucht.“ „Hä. Warum?“ „Isso, da ist die Gayschar wieder unterwegs?“ „Na und, juckt nicht. In Japan bezahlen die dafür, dass die kommt?“ „Was hat die Gasychar jetzt mit Japan zu tun?“ „Hä. Geishas sind doch japanische Prostituierte.“ „Du bist doch krank, Mann! Ich hab ja schon Vorurteile, aber du haust man wieder richtig auf die Kacke.“ Die Beiden nehmen ihr Zalando-Paket entgegen und verlassen die Post.