Schwarzburg

die Kamera erkennt
ein Blinzeln der Elster
da unten im Tal ein Beat
aufgeregter Herzschlag
kämpft an gegen Rauschen
Schwarza und Skoliose
bei der Dame mit Rollator
unter dem Schieferdach
schief wie alles hier
gelehnt an den Hang

10 Pix III – Sangerhausen

Heute schauen wir nach Sachsen-Anhalt. In der Kreisstadt des Landkreises Mansfeld-Südharz gibt es Weltmeister im 2er Radball (2005 Mike und Steve Pfaffenberger), einen Stadtkern mit Renaissance-Bürgernhäusern und das Europa Rosarium. Radball und Rosen haben mich nicht interessiert.

 

 

Frühjahrsputz

HALLO IHR TOLLEN MENSCHEN,

Wer häufiger auf diesem Blog unterwegs ist, hat ja bereits gesehen, dass sich das Layout ein wenig verändert hat. Aber auch inhaltlich gibt es Neues.

In der Rubrik 10Pix gebe ich mit jeweils 10 Bildern einen kleinen Blick auf einen Ort. Unsere Ümgebung ist viel zu Schade, um sie unkommentiert zu durchwandern. Durchgelesen und durchgeklickt präsentieren neue Bücher, Lesungen, Beiträge von Freunden und anderen talentierten Menschen.

Aber eigentlich wollte ich ja putzen. Die Menüs werden angepasst, die Seiten zu Blog und Autor aktualisiert und, ganz wichtig, die Links werden gecheckt und neu sortiert.

Bis bald, schaut rein, schaut dort.

Politisches Zeichen

Der Parkplatz eines beliebten Erfurter Einkaufmarktes. Zwei junge Thüringer laden Ihre Erwerbungen in das gemeinsame Fahrzeug. „Ich setze jetzt politische Zeichen.“ „Ah. Und was soll das sein? „Ich erinnere an früher.“ „Hast du auf Facebook ein neues Profilbild?“ „Nein. Mein Zeichen ist real.“ „Das hier ist real, du dummes Kind.“ „Einmal hin, alles drin.“ „Ja.“ „Ne, ich meine das anders. Ich habe meine Wendebettwäsche draufgemacht und auf Insta und Pinterest geteilt.“ „Reine Symbolpolitik!“ „Aber gute. Honi wäre stolz.“ „Jetzt brauchen wir nur noch einen Krenzzaun.“ Krause Stirn…

Kampf

Krallt sich der Falter
Brauner Bär, in dir fest
Führst du den Schlag
Durch den Sommer, den Staub
Der Bär brüllt verhalten
Dir ins Ohr
Und hebt an, vorbei
Am Schwung deines nächsten Streiches
Hebt an und trägt
Zwei Schuppen deiner Haut
Trophäe und Triumph.

10 PIX II: Treffurt

Heute nähern wir uns der Hessischen Grenze. Treffurt an der Werra wurde durchlaufen (Im Sommer). – Eine kommentierte Galerie.

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Vom Stricke schaut, wer Scheiße baut. (Rathaus)
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Hier floss der Wein, hier will ich sein.
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Erst Ärger, dann Erker – am „Ohrfeigenhaus“
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Die steile Stiege zu Bonifatius.
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Ein Beinkleid gelüftet, erstarrt in der Sonne
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Über allen Wipfeln bist du, Normannstein.
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Geschunden vom Wetter, bleibt der Schindel nur der Fall.
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Auch der Papiermüll gibt sich traditionsbewusst.
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Der Frosch bereist das Tal.
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Steinzeug, Im Stein gefasst, vom Gast bezeugt.

 

 

1. Weimarer Poetryfilmpreis, vorgestellt von der Lyrikzeitung

In Weimar gibt’s was Neues. Im Mai 2016 wird im Rahmen des backup_festivals der Bauhaus-Universität Weimar erstmals das junge Genre des Poetryfilmes gewürdigt. Noch bis zum 15.03.2016 können Filme eingereicht werden, die nicht mehr als 08:00 Minuten Spielzeit aufweisen und nach 2013 produziert wurden.

 

—–>

=>Zum Artikel der Lyrikzeitung
http://wp.me/pBWBE-9AP

=>Zur Ausschreibung des Poetryfimpreises Weimar

http://gatomonodesign.de/wordpress/?p=1866

Der Murakami-Vorleser – Ryo Takeda im Interview, Reblog von Muromez

Ich durfte Ryo im Dezember auf dem Zugmarkt in Erfurt kennenlernen. Ein überaus entspannter Typ, der seine Kunst kennt und liebt. Zwischen Rap und Literatur – irgendwo immer am Wort, am Text. Es ist spannend zu hören, wie sich die Stimme zum Einsatz in verschiedenen Sprechformen – und Situationen ändert. Aber es bleibt immer Ryo – alles wirkt entspannter ohne an Nachdruck zu verlieren. Ein entspannter Typ, der seine Sprache zu nutzen weiß. Danke an Muromez für dieses Interview.

Avatar von MuromezMuromez

Sänger und Sprecher, Ryo Takeda, ist mit Kurzgeschichten von Haruki Murakami quer durch die Republik gezogen und hat diese vorgetragen. Wie das so war und was diese bei ihm auslösen, davon erzählt der Halb-Japaner in diesem Interview. Außerdem geht es unter anderem um weitere Arbeiten als Sprecher, um Stimmbildung und bevorzugte Literatur.

Ryo Takeda 1

Als wir zum letzten Mal im Jahr 2007 in Kontakt standen, hast du noch gemeinsam mit dem Produzenten Algorhythmiker als Rap-Duo Ryoma Musik gemacht. Danach bist du sogar für Thüringen beim Bundesvision Song Contest angetreten. Aber interessanter für mich ist, dass du deine überaus angenehme Stimme auch als Sprecher für Lesungen einsetzt. Wie ist es dazu gekommen?

Seit über 15 Jahren beschäftige ich mich jetzt mit meiner Stimme. Angefangen durch Rap, später auch Gesang. 2006 habe ich ein paar Semester Sprechkunst an der Musikhochschule in Stuttgart studiert. Im Hauptfach rezitiert man dort Lyrik und Prosa. In…

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10 PIX I: Bad Langensalza

Das Grinsen breit über dich du Ruheloser.
Das Grinsen breit über dich du Ruheloser.

10 Aufnahmen aus dem Kurort im nördlichen Thüringen. Eine kommentierte Galerie. 10 Pix Bad Langensalza

„Blue Monday“ – Gedichte von Moritz Gause, bei SuKuLTuR.

Das neueste Bändchen von Moritz Gause ist in der Reihe „Schöner Lesen“ des Verlages Sukultur erschienen. Der Autor führt den Leser durch seine Lebenswelten irgendwo in der Provinz, irgendwo in der Stadt. Der konkrete Handlungsort wird unwichtig, wenn die Anschauung des Schreibenden den Alltag beschreibt. Doch sollte man sich von der routiniert wirkenden Beobachtung nicht täuschen lassen. Dieses kleine Büchlein will mehr. Es gibt sich nicht damit zufrieden „Warsteiner“ und Putzerfische in die Lyrik zu tragen. Von der eingänglichen, weil klaren und selten gekünstelt wirkenden Sprache herausgefordert, darf sich der Leser auf die Suche nach den gelegten Spuren machen. Was teils schlicht daherkommt, wird mit seinem doppelten Boden überraschen. Nicht umsonst spielt schon das Cover, gestaltet von Susann Arnold, mit den erwarteten Bedeutungen von „Blick“ und „Durchblick“. „Blue Monday“, der Titel ist eine Hommage an den gleichnamigen Titel von „New Order“, ist ein klug gemachtes Büchlein, das auch beim zweiten Lesen „Aha-Effekte“ hervorruft.

Auch das schlicht gehaltene Layout der Reihe „Schöner Lesen“ sollte nicht täuschen. Gauses Band ist bereits Nummer 148 der 1996 gegründeten Reihe, in der schon namhafte Lyriker und Autoren wie Ann Cotten, David Wagner oder Ron Winkler veröffentlicht wurden.

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Moritz Gause, „Blue Monday“, SuKuLTuR 2015, 16 Seiten, 2 Euro.

Hier bestellen und mindestens einen guten Abend haben:
=> Hier bestellen „Blue Monday“ von Moritz Gause

Die Homepage des Autoren:
=> Fliegenfangen.wordpress.com

„Blue Monday“ von „New Order“ auf Tape.tv:
=> Blue Monday

Avatar von magfliegen fangen

19 Gedichte in 3 Zyklen:
Straßen und Lauben
Ententräume, Lorbeerkelch
Aus dem Off

Titelillustration von Susann Arnold

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