koppeln Augenfäden ans Licht
Gespinste
Abzweige im Kopf
hintereinander her trotten
durch die Stunden
auf Füßen gedacht
bestaunt von uns selbst
machen Halt voreinander
rieseln aus Geblicktem
einander vorbei
gekoppelt
an Wörter vergangen
koppeln Augenfäden ans Licht
Gespinste
Abzweige im Kopf
hintereinander her trotten
durch die Stunden
auf Füßen gedacht
bestaunt von uns selbst
machen Halt voreinander
rieseln aus Geblicktem
einander vorbei
gekoppelt
an Wörter vergangen
in den großen Ferienorten
nehmen wir den Sand mit ins Herz
auf der Seebrücke die Arme nach Ost und West
sammeln Wolken hinter den Augen
dort regnet es in den Kopf
drückt heraus
und die Augen spielen großes Drama
Liegen und Worte zählen die man noch sagen kann
beim Vorschlag Matratze schon stutzt du
das könnte doch zur Krisenkommunikation genutzt werden
so eine Matratze ist ein Refugium, unter ihr versteckt man
auf ihr liegt man und tut Dinge, die ich auch tun wollte
aber wir zählen weiter. Den Vorschlag Montag lehnst du auch ab.
Montag ist Krise in einem Wort. Montag ist wie ein Diktator der Woche.
Keiner will ihn und alle gehorchen. Beim Vorschlag Wiese schüttelst du den Kopf.
Wiesen sind keine gute Idee. Wie auf der Matratze kann man hier liegen und Dinge tun, die ich auch tun möchte.
Aber jetzt wo die Wiesen alle dürr sind, legt man sich nicht freiwillig. Ich sage Strand. Du sagst Wohlstandssignal.
Ich sage Kaffeetasse. Du sagst Anbaumethoden und Plantagenwirtschaft. Ich sage Kuss, da sagst du Übergriffigkeit.
Ich sage du. Da denkst du kurz nach. Schüttelst den Kopf. Dein Blick der zu einem trotzigen Kind.
Du heiße immer von sich weisen. Du heiße vom Ich ablenken.
Jetzt ist die Liste immer noch leer und ich lasse dich allein.
I.
Zurückgelehnt die Meisten
Eingelullt vom sanften Airbusrauchen
Über dem Meer versucht so mancher
Das Licht zu fangen und scheitert
Der alternde Playboy in Ehren ergraut
Trägt heute den Skalp gut sichtbar
Gebräunt wie Alle
II.
Es war Sonne, es war Urlaub, es war schön
Und nun auf dem Rückflug beginnen unter der Schädelschwarte
Von neuem die alten Geschichten
Aus dem Hinterkopf hervorgekrämert
Drückt es wie immer auf die Schläfen
Dieses Gewicht, am Morgen noch verdrängt, ist wieder da
Die Kopfhaut spannt sich und nur die Schuppen sind noch leicht
Blick in den Hinterhof
Ein leiernder Beat
Im Kopf den Mond
Der soll in den Text
Kommt nicht raus
Suchst nach Dopamin
Das macht sich rar
Die wenigen beleuchteten Fenster
Dahinter beheizte Räume
Boom Bap
lass es laufen
Bleibst beim Beat
Der leiert den Stift über Papier
Braucht kein Dopamin
Bleibt am Schreiben
Ohne die Fenster
Fließt der Stift
Und du hältst ihn einfach
Flow aus Beat leiert
Boom ein Satz
Bap ein Text
Lass den Mond aus
Den braucht es nicht
Das Bild eh von gestern
Hinterhof sagt
Boom
Welchen Flow es braucht
Um Bap den Text
aus den Stift auf Papier
auf den Beat zu leiern
Warum im Stierblut schwimmen
In der ungarischen Plörre
Wir haben jetzt Pinot und Chardonnay
Da braucht es das Donauwasser nicht mehr
Das stell wieder weg
Das holen wir dann, wenn wir uns sagen wollen
Die Tage sind schlecht
Es war ja schon damals nicht gut
Erträglich vielleicht, aber mehr auch nicht
Und heute tauchen wir im Zinfandel
Die Trauben haben sie Sonne von überall
und die Köpfe kosmopolitische Schwere
Das war vielleicht das einzige
Der Kram war ehrlich
Sobald die Flasche sich zeigte
Zeigte sich auch das Paracetamol
Vorsorge für den Vormittag
Und erst über die Stränge und dann
Den Kopf auf den Tisch geschlagen
Hände vor den Augen
Du lieber Himmel
Der Stier im Schädel gibt kein Pardon
Da gibt es auch keinen Rausch
Nur vielleicht das Rauschen vom Blut
Das ist so laut heut Morgen
Das wäre mit dem Rosé bestimmt nicht passiert
Und wachst wieder auf mit den Bewegungen rückwärts
Und alles steht neu
Es war vielleicht der Stier
Durch die Wohnung einmal zweimal
Und der Kopf wird immer größer
Verdammte Ungarn
Ist das immer noch die Rache fürs Lechfeld?
Jetzt erstmal auf
Auch das nämlich kann Stierblut
Da bleibt immer was in der Flasche
Ich fahre jetzt den Konter
Auf denn, bei den Hörnern gepackt
Ein Tänzchen ums Ränzchen
Zur Sprengung von Leber und Hirn
Vater und Tochter kommen schwer bepackt aus einem Nebeneingang des Erfurter Shopping-Centers „Anger 1“.
– Papa magst du Volkslieder?
– Nein.
– Warum?
Die Tochter bleibt stehen, schaut ihren Vater an. Er überlegt kurz, lenkt ein:
– Kommt darauf an welche.
– Magst du „Alle meine Entchen“?
Er stockt.
– Aber das ist doch kein Volkslied.
Sie schaut ihn wieder an. Kratzt sich kurz am Kopf.
– Aber was dann?
– Ein Kinderlied.
– Gehören Kinder nicht zum Volk?
Es arbeitet in ihm. Etwas verlegen erklärt er:
– Na ja. Kinder sind ein besonderes Volk.
Sie schüttelt den Kopf.
– Aber Papaaaaaa. Das stimmt doch nicht.
– Warum nicht?
– Wenn Kinder ein Volk sind, dann sind Kinderlieder doch Volkslieder.
Er lacht.
– Ertappt.
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