Mal eine Kleinigkeit aus der Schweiz vom Bodensee.
Mal eine Kleinigkeit aus der Schweiz vom Bodensee.
Zählen
so hast du die Zahlen gelernt von eins bis zehn
am Weiler mit dem Strohhütchen
zehn Minuten Robinson
verloren ganz kurz im Schilf
hindurch zum Volk der Enten
Handel treiben vielleicht
außer Schnattern war da Nichts
dann mit der Sirene nach Hause
Montag zwölf Uhr zur Bohnensuppe
gelaufen, gesprungen, ein Frosch
ein Ford ohne TÜV
Null
Mario Osterland und Gorch Maltzen haben für euch einen spannenden Abend aus neuer Literatur und Performance zusammengestellt. Also: Galerie stürmen. 😀
Am 17. Mai kehren wir mit unserer Lesereihe zurück nach Weimar, bringen junge Autorinnen zusammen und lassen ihre Texte von innovativen Vocalperformances musikalisch begleiten. Die Leipziger Autorin Deniz Ohde liest aus neuen Texten. In ihrem Werk seziert sie präzise strukturelle Ungleichheiten und biografische Brüche in einer sensiblen wie eindringlichen Sprache, die eine neue starke Stimme […]
Denkst dir ein Zeichen für deinen Aufenhalt
ein wenig Stoffliches
wärst du ein Raucher, die Kippe würde es tun
Tabak und Asche
machst dir Gedanken und die Sonne sticht
du tropfst Schweiß über Holz und Weg
es bleiben Ränder von dir
du bist zufrieden
und zwischen Salisbury und Bristol
ist der Abend schneller als die Züge
dir bleibt das Herumschwitzen
das Festhalten am Espresso
Disgusting!
Aber sie halten Ruhe
weil sie es wissen, alle wissen es,
es geht irgendwo weiter, dein Zug er kommt
und wenn er noch in Newton Abbot steht
er macht sich auf den Weg
für dich zwischen der See und dem Parkplatz
Er kommt, du wirst sehen
und dann erzählst du zuhause
von deiner langen Reise
davon dass es überall gleich ist
und dein Espresso zu klein war
und der Wind zu groß war
für deine Mütze und dich
verwirbelt an den Gleisen
Da wächst dir wieder das Steppengras über die Augen
stehend auf den Zehenspitzen wartest du auf einen Einfall
Mongolen, Spinnen, Licht – alles wäre recht
sortierst deine Sammlung von Staubmäusen
und ein bisschen geht der Zeiger voran
zählst die Buchstaben der Werbeprospekte
und ein bisschen geht der Zeiger voran
streichelst dein Handtuch
und ein bisschen geht der Zeiger voran
durch ein Fenster bekommt das Steppengras Bewegung
es muss noch immer Luft geben irgendwo
und dort dann auch Mongolen, Spinnen, Licht
da weißt du
es bleibt dir nur die Strickjacke zu nehmen.
Weißt du noch?
In diesem Pub gegenüber der FH
Bei Farclas und Morangie und alle diesen Glens.
Sprachen wir von Gedichten und Versen
Wörtern die uns fertig machten
Fassstärke mindestens
du mochtest keine Wörter mit 3s
aber spielen, das war dein Ding
Morangie und Fiddich und den Dronach dazu
das Spiel mit dem Glas, die Jahre darin
12, 15, 18,
Ein Drink der reifte beim Altern
und wir die nur tranken beim Altern
Morangie und seine Freunde
was haben wir behalten
klar den Rausch und den Vers vom Rausch
und dann? Was noch?
Den einen Antrag und den anderen.
Die sorgen nicht und sorgen doch.
Der Glanz ist weg, die Glens sind weg,
und ich glaube wir hätten es geschafft,
diesen verdammten Absprung, bestimmt,
es fehlte der Bordstein und ein Grund.
Lass dich mal Spazieren
vorüber an den Parkplätzen
rund um den Verbrauchermarkt
links neben den Krankenkassen, Spielotheken
immer voran zur Alten Mälzerei
den Feldweg von damals
weißt du noch, zum Gewerbe geht der jetzt
dahin wo keiner mehr hinkommt,
lass uns dich ziehen, vielleicht zur Badausstellung
bei den staubigen Fließen gibt es auch Tiere
da gehen wir hin
vielleicht finden wir den Waschbären
der kann uns mit der Flasche winken
die einer hinterließ für ihn
lass uns Wandern zur Nilgans
die sich Pyramiden baut
mit Norma-, Aldi-, Shalalatüten
das schauen wir an #nofilter
So selbstverständlich in der Landschaft stehen
konntest nur du, Katzenkind
Unbeachtet mit uns
Unter der Hecke der Alten sitzen
Die wir als Minna kannten
Hier war unser Schlupfwinkel
Aus Kartons und Decken
Immer auf der Spur der Alten
Von der wir nur ahnten, woher sie kam
Wie unseren Handrücken kannten wir den Hof
Ihr wildes Grün am Rande des Dorfes
Geduckt um den Jägerzaun streifend
Und sie immer im Blick
Wie sie mit rundem Rücken am Hoftor verharrte
Bis sie uns erspähte
Nur dich Katzenkind fand sie nie
Du konntest unter dem Fenster streunen
Und sie schaute über dich weg
Während wir mit ihr in der Küche saßen
Und Keiner etwas sagte
Sie stellte dir den Kakao ins Fenster
Und die Tasse verschwand ins Nichts
Da wird auf keine Stimme gehört
keine Volkszählung im Madenteppich
Er wird nicht angetreten in Reihen
Auf dem Marsch zum großen Fund
Reiben sich alle, rauschen sie hin
Der Boden kennt so viele Herbste
Wie die liegengebliebene Hand dort

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