alles war bereitet reihum saßen die honoratioren die kröte mit dem sonnenschirm der spatz mit der zigarre daneben die grille aufgebracht mit einem spielverbot in der tasche
die bilanz gezogen tropfte dividende in den blätterdom gläser wurden erhoben die geschäfte gingen gut seit der biber übernommen vom gestürzten dachs
in den großen Ferienorten nehmen wir den Sand mit ins Herz auf der Seebrücke die Arme nach Ost und West sammeln Wolken hinter den Augen dort regnet es in den Kopf drückt heraus und die Augen spielen großes Drama
Nach Hause stiefeln wir verstört und alt, Die grelle, gelbe Nacht hat abgeblüht. Wir sehn, wie über den Laternen, kalt Und dunkelblau, der Himmel droht und glüht.
Nun winden sich die langen Straßen, schwer Und fleckig, bald, im breiten Glanz der Tage. Die kräftige Aurore bringt ihn her, Mit dicken, rotgefrorenen Fingern, zage.
| aus: Niedermeyer, Max (Hg.): Lyrik des expressionistischen Jahrzehnts. Dtv 1970.
Die Nacht verlässt den Kopf Durch die Augen versenkt du sie In den Tiefen der Tasse Die mehrhäutigen Worte Ziehen sich zurück Sammeln in der Amygdala Den nächsten Sturm Dir wird kein Haar gekrümmt Nur ganz sachte das Rückgrat gestaucht
„Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ (Matthäus 13,52)