Mal schaun – Türe zum Schnee – Ich bin faul

Wozu hast du überhaupt einen Blog, wenn du nichts postest? Zugegeben: Die Frage stelle ich mir häufiger. Aber einen Blog nur zu bestücken, damit da überhaupt etwas passiert erscheint mir auch nicht sehr sinnvoll. So gab es im Laufe des Jahres einige Pausen und die wird es auch nächstes Jahr wieder geben. Ein Blog sollte Spaß machen und interessant sein – allerdings – und da bin ich ehrlich, noch mehr für mich, als für den Leser. Das Tippen eines Beitrages oder auch nur das Verlinken eines Beitrages anderer Blogs ist zwar nicht immer große Arbeit, aber ohne einen eigenen Impuls macht es für mich keine Freude.

Impulse sind auch bei Lektüre und Schreiben immer wichtige Themen und hier bin ich schon wieder bei Jürgen Becker (*1932) gelandet. Erst in Form des Bandes „Die Türe zum Meer“ (1983), dann in Form einiger Videos auf dem Youtube-Channel seines Verlages Suhrkamp. Jetzt ist es einfach das Impulssuchen eines verdienten Lyrikers mit dem Eigenen in Verbindung zu bringen und zu sagen: „Genau so ist es! Schaut an, er hat das selbe Problem“. Tolle Apotheose der eigenen Faulheit. Natürlich sind wichtigere Dinge zu Tun, gerade wenn das Schreiben „nur ein Hobby“ ist. Arbeit, soziales Umfeld, die eigene Weiterentwicklung – gerne vorgeschobene Punkte, die ganz sicher eine Menge eigener Potentiale binden und trotzdem: Macht man – mache ich – es mir nicht oft zu einfach, wenn ich das altbekannte „morgen, morgen, nur nicht Heute anstimme“? Wenn es immer einen Grund gibt nicht das eigene Schreiben, die eigenen Texte zielgerichtet voranzutreiben?

Ich bin faul. Ich bin zu bequem. Nicht in allen Belangen. Das immerhin kann ich mir zugute halten. Aber in der Literatur bin ich wirklich eine lahme Socke. Das bemerkt man nicht nur an Pausen für den Blog, sondern auch an einer Vielzahl verstrichener Ausschreiben. Der Kalender wird gefüllt mit einer Reihe von Terminen. Von wichtig, über vielleicht wichtig, bis überschaubar wichtig farblich abgestuft. Sie rücken näher, rücken heran, rücken vorbei. Aha, wieder einer rum. Und nun? Na der nächste kommt bestimmt.

Versteht mich nicht falsch: Ich möchte euch nicht erzählen, dass ich faul bin und daher nichts schreibe. Ich beabsichtige nur, dass ihr es nicht auch so macht. Wenn ihr den Impuls bemerkt, wenn ihr das Gefühl habt, da ist etwas, was verdient hat ausgerückt zu werden – dann schnappt euch ein geeignetes Medium und haut das Ding raus. Und wenn es nicht gleich rund ist – egal! Dann platziert es so vor euch, dass ihr gar nicht drumherum kommt euch damit auseinanderzusetzen. Haut raus, was raus gehört. Vielleicht – aber nur vielleicht – schaffe ich das auch mal wieder häufiger und ihr sehr nicht immer den gleichen Beitrag, wenn ihr hier landet.

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