10 Pix VI – Bad Hersfeld (wieder mit 15 Pix)

Nach längerer Pause geht es heute auch mit der Serie „10 Pix“ weiter. Das Ziel für die sechste Ausgabe war die Festspielstadt Bad Hersfeld. Für viele West- und Südthüringer nach der Wende der erste Kontakt mit einer Stadt in Westdeutschland. Ich habe mir einen kleinen Ausflug mit Stiftsruine und Schmalzbrot gegönnt. Bad Hersfeld ist unspektakulär. Eben das, was man von einer Stadt mit 30.000 Einwohnern und Kuranlagen erwarten kann. Ganz große architektonische Highlights wird man hier nicht finden. Erwähnenswert ist die Ruine des Stiftes, alljährlich Schauplatz des Festspiele. Hier findet sich dann doch eine kleines Highlight: Das 1968 errichtete, wandelbare Dach von Frei Otto (1925-2015), dem Schöpfer der bekannten „Zeltdachkonstruktion“ des Münchner Olympiageländes. Hierdurch war es möglich den Innenhof der Stiftsruine mit einer Überdachung zu versehen, ohne einen direkten Kontakt mit der romanischen Bausubstanz eingehen zu müssen. Die Innenstadt präsentiert sich sympathisch aufgeräumt, mit einer Vielzahl von Fachwerkhäusern. Gerade rund um die Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert findet sich eine dichte mittelalterliche Bebauung. Wie so oft ist es auch hier ratsam, sich nicht durch den Weg vom Bahnhof in das historische Zentrum abschrecken zu lassen. Auch wenn sich hier einige Bausünden versammeln, empfiehlt es sich einfach die Orientierung am Turm der Stadtkirche zu suchen und sich in die reizvolleren Ecken der Stadt führen zu lassen.

Für den Literaten und Sprachwissenschaftler ist sicher das 29-jährige Wirken von Konrad Duden (1829-1911) in der Stadt interessant. In diese Zeit (1876-1905) fällt auch das Erscheinen des „Vollständige[n] Orthographische[n] Wörterbuch[es] der deutschen Sprache“ 1880.

Einen eigenen Ausflug verdient das Museum „wortreich“. Als Mitmachmuseum konzipiert, stellt es Kommunikation, Sprache und Poesie in einer ehemaligen Maschinenfabrik in den Blickpunkt.

Zwei Hersfelder (Skulpturen) auf dem Weg durch den Stiftsbezirk.
Die Stiftsruine Bad Hersfeld. Imposanter Bau aus der Romanik.
Die Turm der Stiftsruine kann bestiegen werden. Es bietet sich dazu allerdings gutes Schuhwerk an, die Treppenanlage ist „naturbelassen“.
Blick aus dem Turm in das innere der Stiftsruine. Im Sommer Spielort der Festspiele.
Blick aus dem Turm der Stiftsruine. Ins Zentrum rückt sich der Turm der Stadtkirche.
Der Denker ist etwas aus dem Leim gegangen im Park an der Stiftsruine.
Spannende Angebote gibt es in Hersfeld auch. Bleibt zu hoffen, dass so nicht die Spender für die Blutreserven des Landes gefunden werden sollen.
Eine Barbarieente im Stiftsbezirk.
Eines der vielen Renaissance-Bürgerhäuser der Stadt. Zu finden an der Südseite des Marktes.
Ein Ventilator sorgt für kühle Köpfe im Glaserker.
Fassadendetail fast zeitgenössisch.
Eine Fratze im Fachwerk. Recht pfundig zu finden am Pfarrhaus hinter der Stadtkirche.
Zwischen Rathaus und Stadtkirche. Einer der vielen kleineren Plätze der Stadt.

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