Abgeschaut – O Wind, der um den Fuji weht – Japanische Lyrik

Heute möchte ich eine kleine Auswahl japanischer Lyrik präsentieren.

Viele Gedichte klingen wahr.
Aber die tiefste Wahrheit lebt in denen,
die einfach sind wie Kinderworte.

Mutsuhito

O Wind, der um den Fuji weht,
könnt ich doch einen Hauch von dir
in meinem Fächer mit nach Hause nehmen!

Matsuo Basho

Wenn du singen könntest, Schmetterling,
hätten sie dich längst
in einen Käfig getan.

Matsuo Basho

Die Wolken sehen aus wie Wogen
und die Wogen wie Wolken.
Ich muß einen Fischer suchen,
daß er mir sagt,
wo das Meer ist.

Ki No Tsurayuki

Vorgestern wälzte sich der Fluß
noch dröhnend vorüber.
Doch gestern zog er schon gedämpfter dahin.
Und heute ist er fast versiegt.
Wie kurz ist und wie sinnlos doch das Leben!

Unbekannter Dichter

Die Gedanken der Menschen
in meinem Heimatdorf
sind mir nicht mehr vertraut.
Aber die Blumen duften noch wie damals,
als ich ein Kind war.

Ki No Tsurayuki

Wenn man den Dieb, den man zur Nacht
gefangen hat, bei Licht besieht,
dann ist es der eigene Sohn.

Yamasaki Sokan

| Alle Texte sind dem folgenden Band entnommen: Hausmann, Manfred: Liebe, Tod und Vollmondnächte, Japanische Gedichte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1951.

Abgeschaut zum Jahreswechsel: Nikolaus Lenau (1802-1850)- »Bitte«

Weil auf mir, du dunkles Auge,
Übe deine ganze Macht,
Ernste, milde, träumerische,
Unergründlich süße Nacht!

Nimm mit deinem Zauberdunkel
Diese Welt von hinnen mir,
Dass du über meinem Leben
Einsam schwebest für und für.

Finale Nachbarschaft 2017 – mon ami Weimar – 08.12.2017 – Wassily Kandinsky als Dichter

 

Zum Jahresende stellen wir mit In guter Nachbarschaft noch einmal etwas richtig Großes auf die Beine! Meine wärmste Empfehlung – nicht nur als Veranstalter. Wir sehen uns in Weimar. Alle Infos hier.

über Wassily Kandinsky als Dichter — Novastation

18.2. – Erfurt – watch us grow. IGN, Heft, Hant, Literaturfestival Erfurt+Mosaik zu Besuch bei Frau Korte

Thuringias Finest und Mosaik/Salzburg come to get you.

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

Watch us grow. Literatur + Musik + freie Szene.

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Samstag, 18. Februar 2017 

Frau Korte (Nordbahnhof, Magdeburger Allee 179, 99086 Erfurt)

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 3,- €

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Als gemeinsamer Auftakt für ein neues Jahr der Zusammenarbeit und Freundschaft treten WIR – In guter Nachbarschaft, Literaturfestival Erfurt, hEFt, HANT – Magazin für Fotografie – offen in Dialog miteinander und lassen, in gewohnter Manier, Literatur für uns sprechen, der Syntax ihr Spiel und dem Abend seinen Lauf.

Vier unabhängige Thüringer Initiativen für Literatur, Photographie, Kunst und Alltag treten geschlossen und vor allem entschieden auf und trotzen bei Frau Korte im Nordbahnhof dem Wetter. Was das heißt? Ganz einfach: Vier Schriftsteller*innen treffen aufeinander, geben & nehmen sich das Wort und machen dadurch vor allem deutlich, dass Literatur und Erfurt sich keineswegs ausschließen.

Mit dabei sind: Kinga Tóth, Franziska Wilhelm, Franziska Ostermann und Michael Donth liest Arno…

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19.1. – Weimar – „vom wuchern“ – Lesung mit Tim Holland & Musik von Moritz Schneidewendt in der ACC Galerie

Weimar, Galerie ACC, 19.01.2017 20:00 Uhr
Tim Holland liest aus „vom wuchern“ | Moritz Schneidewendt spielt Neue Musik auf der Klarinette | Peter Neumann moderiert.

Auf, auf!

In guter Nachbarschaft - Die unabhängige Lesereihe in Thüringen

Das Nachbarschaftsjahr 2017 startet mit einer Lesung des Berliner Autors Tim Holland. Im Rahmen der Ausstellung ALLE ACHTUNG! – Zur Ökonomie der Aufmerksamkeit liest er aus seinem Debut vom wuchern, einer zweitseitigen Faltkarte, die den Rahmen und die Formen herkömmlicher Gedichtbände sprengt und neu definiert.

Donnerstag, 19. Januar 2017 – 20 Uhr

ACC Galerie Weimar (Burgplatz 1 + 2, 99423 Weimar)

Eintritt: 2,- €/ erm. 1,- €

tim_holland_c_fine_bieler Tim Holland (Foto: Fine Bieler)

„Es geht um Fukushima, Berichterstattung und (mediale) Katastrophen, um Liebe, da geht es dann auch um asymptotische Annäherung, wo man crashen wollen würde, es geht um Territorialverhalten und um Imitation, um Bespitzelung, Singen, es geht um den Wald, um Wiese, das Meer, nicht um den Strand, aber das Ufer und das Wasser“, schreibt der Berliner Lyriker Tim Holland über seinen 2016 erschienenen Debütband vom wuchern.

Musikalisch begleitet und erweitert wird der Abend vom vielfach ausgezeichneten…

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Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

Kinga Tóth und die Parasitenpresse. Das muss einfach passen. Bestellt diesen Band. Viel zwingender werdet ihr Texte selten erleben. Ich habe mir ein Exemplar gesichert und bin ungemein gespannt auf Gedichte, die arbeiten, immer arbeiten. Die kennen keine Ruhe. Die sind in Bewegung. Die sind in Erregung. Die wollen was. Die nehmen mit. Die müssen gelesen werden. Am besten laut.

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Die Gedichte von Kinga Tóth sind Texte, in denen Sprache die wahre Bauherrin ist. Sprache, die ihre Bausteine überall aufsammelt und zu einem geschlechtslosen Mensch-Maschine-Artefakt zusammenbaut.…

Quelle: Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

Stranger Things – Kritik by What’s Best in Life?

Man muss kein Nerd sein, um die Serie »Stranger Things« zu mögen. Eine erschöpfende Analyse warum diese Serie so stark ist, liefert der Blog »Whatsbestinlife.com«. Sehr kenntnisreich analysiert er die Handlungsstränge und stellt Querverweise heraus, die ihn als Kenner der Popkultur ausweisen. Darüber hinaus hat er ein gutes Gespür für die Ent- und Verwicklungen in der Serie. Sehr lesenswerter Beitrag zu einem runden Gesamtwerk aus dem Hause Netflix.

What's Best in Life?

strangerthings

Lagerfeuer-Geschichte von den Duffer Brothers.

Im Jahr 1983 verschwindet ein Junge aus der verschlafenen Kleinstadt Hawkins, Indiana, spurlos. Seine drei besten Freunde, sein großer Bruder und seine Mutter begeben sich auf die verzweifelte Suche nach ihm – und stoßen dabei auf eine verworrene Verschwörung voller Monster und Superkräfte. Das ist Stranger Things, der neueste Netflix-Coup: Eine spaßig-gruselige Achterbahnfahrt durch die fantastische Welt der 80er-Nostalgie.

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